Planspiel SimulTrain 2020
Planspiel SimulTrain 2020
Planspiel SimulTrain 2020
Planspiel SimulTrain 2020
Planspiel SimulTrain 2020
Planspiel unter Pandemiebedingungen
Angehende Kaufleute für Büromanagement werden im Planspiel SimulTrain® zu Projektmanagern/-innen

Trotz Coronabedingungen und gestiegener Preise für die Programmlizenzen ermöglichte die Schulleitung der Max-Hachenburg-Schule Mannheim auch in diesem Jahr zwei Abschlussklassen im Ausbildungsberuf „Kaufleute für Büromanagement“ die Durchführung des Planspiels Simultrain. Während es in einer Klasse krankheitsbedingt verschoben werden musste, konnte das Projekt in der Klasse 18B32 wie geplant am 21. und 23. Oktober 2020 realisiert werden.

Bei diesem Planspiel handelt es sich um eine online-basierte Projektsimulation, die den realistischen Ablauf und die Steuerung eines Projektes mit real auftretenden Ereignissen nachstellt. Die Auszubildenden schlüpfen in die Rolle eines Projektmanagers und müssen in dieser Funktion ein Event, in diesem Fall ein internationales Jugend-Fußballturnier, organisieren.

Zu Beginn des ersten Tages wurden die Azubis von Herrn Nigro und Frau Bartmann mit einer Präsentation auf das Planspiel eingestimmt und dann mit den notwendigen Kenntnissen, wie etwa zum Gantt-Diagramm oder Netzplan, ausgestattet. Im Anschluss machten sich die aus drei bis vier Personen bestehenden Projektteams anhand einer Demoversion mit den Programmbesonderheiten vertraut. Das Event ist inhaltlich durch Vorgänge und terminlich durch die festgelegte Dauer der Vorgänge vorgeplant. Die Aufgabe der Projektteams bestand zunächst darin, die Mitarbeiter den einzelnen Vorgängen zuzuordnen: Welcher Mitarbeiter ist wann verfügbar und weist die für den Vorgang notwendigen Qualifikationen auf? Am Ende des ersten Tages waren somit die Grundlagen für die Spieldurchführung am zweiten Tag gelegt, an welchem die live-Simulation gestartet wurde. Jetzt mussten die Teams unter Beweis stellen, dass sie aufgrund ihrer Planungen in der Lage sind, das Projekt durchzuführen, und zwar termingerecht, unter Einhaltung des vorgegebenen Budgets und unter Aufrechterhaltung der Arbeitsqualität und Mitarbeitermotivation.  Jedes Teammitglied übernahm eine bestimmte Aufgabe (Kosten-, Zeit-, Qualitäts-, Motivationsmanager), die durch das Programm fortlaufend überwacht und bewertet wurde.  Erschwert wurde die Arbeit durch das Auftreten von Ereignissen, die Entscheidungen und Umplanungen erforderlich machten. Im Büro trafen bspw. Krankmeldungen von Mitarbeitern ein oder es riefen meckernde Vorgesetzte an, welche die mangelnde Motivation oder zu hohe Kosten beklagten. Wer keine Meetings einplante musste einen Qualitätsverlust hinnehmen und wer Mitarbeiter zur Fortbildung schickte, erhöhte zwar die Qualität der Arbeit, belastete aber das Budget. Die Projektmanager wurden also mächtig unter Stress gesetzt.

Nach Abschluss der live-Simulation fertigten die Teams einen Projektbericht an. Es galt bspw. zu reflektieren, weshalb das Budget überschritten wurde, welche Entscheidungen die Arbeitsqualität oder Mitarbeitermotivation beeinflussten oder weshalb die Zeitvorgabe nicht eingehalten werden konnte. Das Ergebnis ihrer Projektanalyse stellen die Teams dann im Unterricht nach den Herbstferien in Form eines Teammeetings als Rollenspiel vor.
Das Feedback der Teilnehmer zum Planspiel fiel überwiegend positiv aus: 18 von 21 Teilnehmer/innen geben an, dass sie (weitgehend) neue Erkenntnisse zum Projektmanagement gewonnen haben und 15 fanden die Simulation (weitgehend) spannend.  Gelobt wurde auch, dass diese Projektarbeit anders als sonst üblich war (keine Power-Point-Präsentation zu einem Thema) und „man im Team nach Lösungen zur Problembewältigung gesucht hat“. Am meisten bemängelt wurde, dass die Gruppeneinteilung von der Lehrkraft vorgenommen und nicht den Teilnehmern überlassen wurde.

S. Bartmann
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