Von wegen "Ich versteh nur Bahnhof!"
Online-Projektsimulationstage „Simultrain“ vom
21. – 23. Oktober 2019


Wir wurden im Vorfeld über das Planspiel Simultrain zwar schon etwas informiert, doch sahen wir dem ersten Tag in unserer Schule mit Spannung entgegen. Zunächst versammelten sich die Klassen für Büromanagement in der Aula, wo eine Einführung in die Onlinesoftware Simultrain stattfand. Diese Online-Projektsimulation kommt aus der Schweiz, und sie ermöglicht Schulen und Unternehmen auf packende Art und Weise, die grundlegenden Methoden der Projektorganisation zu erlernen und dabei Führungskompetenzen und Teamarbeit zu üben. Der Simulator wird in über 50 Ländern verwendet und nun waren auch wir, an der Max-Hachenburg-Schule, dran.

Wir erfuhren, dass wir, aufgeteilt in Gruppen, ein internationales Fußballevent organisieren sollten. Die erste Teamkompetenz wurde auf die Probe gestellt, als wir die unzähligen Aufgaben, die es im Vorfeld des Events zu erledigen galt auf die, in der Onlinesimulation verfügbaren, Mitarbeiter verteilen mussten. 
Am zweiten Tag war dann der Ernstfall angesagt: Auf Basis der von uns erstellten Personalplanung des Vortages wurde die Onlinesimulation gestartet und es wurde gespielt – und zwar auf Zeit, da das Eröffnungsspiel ja nach 12 Wochen stattfinden sollte. Das Ganze war dem Büroalltag nachgestellt – das Computertelefon klingelte, wir erhielten Emails und mussten ständig unter Zeitdruck taktische und strategische Entscheidungen treffen. Da gab es Anliegen und Beschwerden seitens unserer Mitarbeiter und Chefs, es mussten Sitzungen anberaumt werden. Auch wurden Leute krank oder es wurde knapp mit dem Budget, sodass wir unsere Schwerpunkte verändern mussten. Für jede Gruppe gab es einen „Verantwortlichen“ für die Themen Budget, Motivation, Zeitplanung und Qualität. Unsere Personalplanung erwies sich zum Teil als nicht strategisch durchdacht, wenn wir anhand der Key Performance Indicator in der laufenden Simulation sahen, dass wir im Rückstand waren. Dann musste spontan unsere Personalplanung verändert oder ergänzt werden.

Der zweite Tag war fast geschafft, wir jedoch auch. Nach Ablauf der Zeit erschien das Ergebnis unserer Mühe auf dem Monitor. Anhand eines Entscheidungsprotokolls konnten die Gruppen den Projektablauf reflektieren und die Präsentation des Projektergebnisses am nächsten Tag vorbereiten. Diese Präsentationen liefen im Rahmen von Rollenspielen ab, in dem eine Teamsitzung nachgespielt wurde.

Unser Fazit:
Teamarbeit und gegenseitige Kooperationsbereitschaft sind für dieses Planspiel unabdingbar. Da wir uns die Gruppen nicht selbst aussuchen konnten und wir wussten, dass auch unsere Gruppenleistung benotet werden würde, liefen die drei Tage nicht immer ohne Komplikationen ab. Aber wir haben uns selbst und unsere Mitschüler in dieser Stresssituation besser kennen gelernt. Zudem wurden wir in die Rolle des Projektleiters versetzt und können nun die Sichtweise der Vorgesetzten, und die Tatsache, dass sie sich vielen verschiedenen Zwängen ausgesetzt sehen, besser nachvollziehen.

Autorin: Ilona Kohl (Klasse 17B31)
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