Besuch bei der BASF
Besuch bei der BASF
MHS goes BASF
18i31: Industriekaufleute auf dem Weg zur Digitalisierung

Am 17.12.2018 war es soweit: Dank unserer stellvertretenden Klassenlehrerin Frau Brüning hatten wir, 18i31, die Möglichkeit die Badische Anilin und Soda Fabrik (BASF) zu besuchen.
Nach einer schwungvollen Begrüßung und einer Sicherheitseinweisung durch Frau Ayten Erbektas, Herrn Jan Brüning und Herrn Mika Eberl ging es auch schon direkt los mit unserem Top-Thema des Tages: die Industrie 4.0.
Nach ein paar allgemeinen Facts and Figures über BASF, wie z. B. der Sales p. a., die Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, den verschiedenen Verbundstandorten und Aufklärung über die Segmentstruktur des Konzerns war der Einstieg in das Digitalisierungsthema anhand des weltweit führenden Chemiekonzerns geebnet.
Direkt nach einem kurzen Exkurs in die Themen der Nachhaltigkeit bei BASF, z. B. im Einkauf verantwortungsbewusst zu handeln, sicher zu produzieren und somit ein fairer und verlässlicher Partner zu sein, und der Ziele der BASF (mehr Frauen in Führungspositionen (aktuell ca. 20 %), Bewertung von Lieferanten zum Thema Nachhaltigkeit, etc.), ging es auch schon direkt los mit den ersten Eindrücken der aufkeimenden BASF 4.0.
Anhand eines Kurzfilms „Digitale Transformation bei BASF“ wurde veranschaulicht, welche Absichten die Societas Eurpaea verfolgt: man möchte eine Transparenz schaffen. Es sollen Daten erhoben werden, durch die man neue Technologien schöpfen und den Kunden direkt in Prozesse mit einbeziehen kann. Dadurch wird ein besserer Service für Kunden geschaffen, ebenso ein produktives Risikomanagement in der Supply Chain und eine Optimierung der Überwachung und des Netzwerks gewährleistet.
Man möchte im Allgemeinen Prozesse durch neue, digitale Geschäftsmodelle verbessern. Bei BASF nennt man diesen Prozess „innorate“ (ideate, Protoytpe, Scale-up): es setzt sich also aus den Teilprozessen des Design Thinking (Blick auf wie wir denken) und des Lean Start-up (Blick auf wie wir handeln) zusammen.
Auch in der Personalabteilung finden sich immer neuere Methoden und Technologien im Zuge der Industrie 4.0 wieder. Herr Mika Eberl, Personalreferent der BASF, zeigte uns wie wir es auch mit modernen, ja auch sozialen, Medien schaffen können, die Welt der Human Ressources weiter auszubauen. Dies kann durch verschiedene Kanäle wie beispielsweise Instagram, Facebook und Co. erfolgen, aber auch indem man durch Chatbots, ein digitales Onboarding bei Neueintritten oder einer Kantinen-App seine Mitarbeiter im Umgang mit zunehmendem Einsatz von digitalen Medien schult.
Aber nicht nur in den administrativen Bereichen einer Firma findet der digitale Wandel immer mehr Anklang. Auch in der Produktion finden wir dies. Frau Ayten Erbektas zeigte uns auf, an welchen Stellen in der Produktion bei BASF wir einen Digitalisierungsprozess finden. Im Großen und Ganzen wird hier das Ziel verfolgt, Prozesse besser verstehen zu können: es sollen bessere und sicherere Entscheidungen aufgrund von Daten anstatt Erfahrungen getroffen werden. Anhand sechs verschiedener Teilprozesse (Massive Connectivity, Data the „New Oil“, Increased Transparency, Quantification and Profiling, Mass Customization und Sharing) soll zum Beispiel für die Sicherheit der Anlagen auf dem Betriebsgelände gesorgt werden. Dies geschieht mit Hilfe von Augmented Reality, Sensoren an den verschiedenen Anlagen, Digital Plants und vielem mehr.
Um einen dieser Prozesse beispielhaft zu nennen, soll der Fortschritt durch Augmented Reality betrachtet werden: bei Kontrollgängen durch das Werk führte man bis vor kurzem noch analog Listen aus und vermerkte auf diesen etwaige Mängel. Diese Listen mussten später im Büro in eine andere Liste übertragen werden und erst dann konnte der Auftrag der Instandsetzung erteilt werden. Dies spiegelte einen deutlichen Mehraufwand und zeitliche Einbußen wieder. Wie kann man dieses Problem abschaffen? Die BASF entschied sich dazu seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Tablets auszustatten. Diese können nun bei Rundgängen ganz einfach die entsprechenden Mängel fotografieren und mit einem kurzen Vermerk direkt in die Datenbank hochladen. Dank einer entsprechenden Anweisung im System, werde etwaige Temperaturdefizite direkt aufgezeigt und Aufträge für Instandsetzungsarbeiten können direkt versendet werden.
Im Anschluss an die Vorträge seitens der Referenten der BASF unter dem Slogan „Our Path is Digital“, einer zügigen Plenumsdiskussion und einem kleinen Mittagslunch durften wir abschließend noch eine geführte Rundfahrt über das Betriebsgelände genießen.

Die Klasse 18i31 bedankt sich recht herzlich für den tollen Vormittag bei der BASF bei ihren Klassenlehrern Frau Brüning und Herrn Nigro, ebenso wie bei Frau Erbektas, Herrn Brüning und Herrn Eberl von der BASF, die uns diesen Tag ermöglicht haben. Vielen Dank!

Bericht: Elisa Wieder
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