Bahnhof Zoo
Mauerführung
Siegeswagen
Stasigefängnis Hohenschönhausen
Im Osten viel Neues
Die 01C auf Klassenfahrt in Berlin (08.-12. Oktober 2017)

Vom 08.-12.Oktober fand die diesjährige Klassenfahrt der 01C nach Berlin statt. 15 Schülerinnen und Schüler (SuS) im Ausbildungsberuf „Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel“ machten sich am frühen Sonntagmorgen zusammen mit ihren Klassenlehrern, Frau Stielow und Herr Schwörer, um 07:32 Uhr mit der Deutschen Bundesbahn auf den Weg nach Berlin. Der letzte Schüler erreichte exakt 30 Sekunden vor Abfahrt den Zug – Hochspannung also schon beim Start!

Nach einer eher ruhigen Fahrt („Morgenstund hat (nicht immer) Gold im Mund“) erreichten wir zusammen unser Hotel direkt am Bahnhof Zoo, wo es nach einer längeren Verschnaufpause zum gemeinsamen Abendessen beim „Mexikaner“ ging. Viva Mexico!

Am frühen Montagnachmittag stand mit dem Besuch im Staatssicherheitsgefängnis Berlin-Hohenschönhausen der erste Höhepunkt der Klassenfahrt an. Nach einem rund zweistündigen geführten Rundgang standen alle Beteiligten – Schüler wie Lehrer – im Banne des Erlebten! Unser kubanischer Führer, der am eigenen Leib die Willkür des Stasiapparates erlebt hat, vermittelte eindrucksvoll das von ihm erlebte Unrecht. Sein Appell, „ihr Jungen müsst für die Demokratie einstehen!“ hatte eine durchschlagende Wirkung auf die Schülerinnen und Schüler!

Nach einem gemeinsamen Kneipenbummel in Kreuzberg – es kann nicht immer Kultur pur sein – erreichten wir abends zu noch christlicher Zeit unser Hotel und fanden genug Schlaf für den nächsten Anlaufpunkt am frühen Dienstagmorgen. Um 09:00 Uhr begann unsere Führung durch das Reichstagsgebäude. Aufgrund der Umbruchsituation – der 19.Deutsche Bundesstag wurde gerade erst am 24.September gewählt -  fand leider keine Einladung durch einen Mannheimer Abgeordneten statt. Zu allem Überfluss wurde die Reichstagskuppel gerade an diesem Tag gereinigt und war somit für Besucher nicht zugänglich– schade! Die Führung an sich war dann auch leider nicht halb so emotional und wissenswert wie die in Hohenschönhausen…
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Der Nachmittag stand dann zum Bearbeiten der Arbeitsaufträge (Stadtrallye) für die SuS zur freien Verfügung. Die Klasse hat im Übrigen alle Aufgaben sorgfältig erledigt und sich auch sonst gewohnt zuverlässig verhalten –großes Kompliment an dieser Stelle!

Der letzte (ganze) Tag in Berlin am Mittwoch wurde dann gekrönt von einer anderen Art der Mauerführung. Der Fokus lag auf den unterirdischen Fluchttunneln entlang der Bernauer Straße am Prenzlauer Berg. Eindrucksvoll und mit viel Liebe zum Detail, wusste unsere Führerin zu überzeugen. Für die heutige Generation der SuS ist die deutsche Teilung leider (oder zum Glück) oftmals nur noch eine historische Randnotiz. Umso wichtiger ist die Erinnerung daran!
Nach einer für den einen oder anderen Schüler recht kurzen Nacht stand dann um 08:30 Uhr am Donnerstagmorgen die Rückfahrt nach Mannheim an. Diese dauerte leider aufgrund eines technischen Defekts an zwei Wagen des ICEs eine Stunde länger als geplant. Dies war aber aufgrund der erlebnisreichen und kurzweiligen Klassenfahrt leicht zu verschmerzen!

Thomas Schwörer